Aufmarsch roter Armbinden
Hemdsärmlige Ordnungshüter

Über hundert ‚Rote Armbindenträger‘ dringen in ein Dorf ein, um ein umweltschädliches Projekt gewaltsam durchzusetzen, und geraten dabei mit den Dorfbewohnern aneinander
Am 19. August kam es im Dorf Xidu, in der Gemeinde Huxi in der Provinz Zhejiang, zu einem Konflikt. Auslöser war, dass die Behörden trotz des starken Widerstands der Dorfbewohner darauf bestanden, den Bau einer groß angelegten Schweinezuchtanlage mit einer Jahresproduktion von 100.000 Schweinen im Schutzgebiet der sekundären Trinkwasserquelle in der Nähe des Dorfes voranzutreiben.

Mehrere Videos vor Ort zeigen, wie über hundert Regierungsmitarbeiter, die einheitlich rote Armbinden trugen, aggressiv in das Dorf eindrangen

und versuchten, den Bau mit Zwangsmaßnahmen voranzutreiben, was zu mehreren heftigen Zusammenstößen mit protestierenden Dorfbewohnern führte.

Anmerkung:
Die Roten Armbinden erinnern an die Roten Garden während der Kulturrevolution. Während der Olymischen Spiele spielten die Armbindenträger als Ordnungshüter aus den Nachbarschaftskomitees eine gewisse Rolle. Die Wächter mit den roten Armbinden gab es weiterhin, doch sah man sie nur noch selten. Dieser massive Aufmarsch, um die Landbevölkerung einzuschüchtern, ist ungewöhnlich.
